11-OXO erklärt: alles über Adrenosteron – Wirkung, Nebenwirkungen, Anwendungszweck
11-OXO führt eine Art Schattendasein auf dem Markt für Muscle-Builder-Supplements. In Foren und auf Social-Media-Kanälen wird nur wenig darüber berichtet, und im Vergleich zu Halodrol, Superdrol und Ultradrol hat das Prohormon auch nur wenige Fans. Das liegt vor allem daran, dass es in der Vergangenheit oft missverstanden wurde: Experimentierfreudige Fitness-Fans, die 11-OXO gekauft haben, hielten es aufgrund seines Namens für getarntes Oxandrolon oder für Oxymetholon und waren dann enttäuscht, dass es nicht entsprechend „knallte“. Fakt ist: 11-OXO ist weder ein Designer-Steroid noch ein ultrastarkes Anabolikum. Es ist vielmehr ein sanft wirkendes Mittel, mit dem man sehr gut ein Trainingsplateau überwinden und seine Form verbessern kann, ohne dabei die HPG-Achse zu „schrotten“. In diesem Text erklären wir, wie man 11-OXO richtig einsetzt, ob 11-OXO Nebenwirkungen hat und wer 11-OXO kaufen sollte.
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- ✅ Fördert anabolen Muskelaufbau
- ✅ Schnelle Muskeldefinition ohne Wassereinlagerung
- ✅ Effektive Fettverbrennung
Was ist 11-OXO?
11-OXO ist Adrenosteron (Androst-4-en-3,11,17-trion) – ein Prohormon, das im Körper zu 11-Ketotestosteron konvertiert. Und warum heißt es „11-OXO“? Weil der Wortbestandteil „OXO“ in der chemischen Nomenklatur für ein doppelt gebundenes Sauerstoffatom („OXO“ = „Oxygen“), also für eine Ketongruppe, steht. Adrenosteron ist deshalb auch als „11-Oxoandrostenedion“ bekannt. Ein anderer Name ist übrigens „Reichsteins Substanz G“. Dieser geht auf den Schweizer Wissenschaftler Tadeus Reichstein zurück, der Adrenosteron 1936 erstmals aus der Nebennierenrinde isolierte [1].
Das Prohormon kommt natürlicherweise im menschlichen Körper vor, allerdings nur in sehr kleinen Mengen. In den Körpern von Fischen ist es aber in großen Mengen zu finden. Deshalb wird 11-OXO im Bodybuilding vereinzelt auch als „Fisch-Steroid“ bezeichnet [2].
Cortisol-Blocker statt Mass-Builder
Als Supplement tauchte Adrenosteron erstmals 2007 auf. Patrick Arnold, der „Prohormon-Guru“, der für die Entwicklung der meisten frühen Prohormone und auch für die Entwicklung von DMAA verantwortlich zeichnet [3], brachte 11-OXO damals als Ergo-Pharm-Produkt auf den Markt. Da der aktive Wirkstoff 11-Ketotestosteron nicht besonders anabol ist (die anabole Wirkung beträgt nur etwa 60 Prozent der anabolen Wirkung von Testosteron), war 11-OXO kein Verkaufsrenner. Andere Prohormone bzw. Designer-Steroide wie z. B. Halodrol – dessen Verkauf zu diesem Zeitpunkt aber schon wieder eingestellt worden war –, hatten die Fitness-Community viel mehr begeistert. 11-OXO verschwand deshalb wieder in der Versenkung. 10 Jahre später erlebte das Prohormon im Zug des Aufkommens der SARMs aber eine Wiedergeburt. Es wurde jetzt auch anders vermarktet, nämlich als cortisolhemmendes Mittel. Als solches ist 11-OXO bis heute ein beliebtes Produkt – allerdings nur bei Leuten, die sich auskennen.
Cortisol und Bodybuilding: Warum Cortisol blockieren gut für das Muskelwachstum ist
Um gut erklären zu können, wie 11-OXO funktioniert, muss man zuerst kurz erklären, was es mit Cortisol auf sich hat: Cortisol ist bekanntlich ein körpereigenes Stresshormon. Es wird als Reaktion auf Angst, Schmerz, Kälte, Kohldampf und andere „Stressoren“ ausgeschüttet und hemmt die Proteinsynthese (weil der Körper im Stressmodus Wichtigeres zu tun hat, als Muskeln aufzubauen). Tatsächlich bewirkt Cortisol sogar einen Abbau von Muskulatur. Man kann also sagen, dass Cortisol der Gegner der Anabolie ist. Entsprechend ist Cortisol-Unterdrückung dem Muskelaufbau förderlich. Will man Muskeln aufbauen, sollte man den Cortisol-Spiegel senken.
11-OXO Wirkung: Hemmung der Cortisol-Aktivität
Und wie wirkt jetzt 11-OXO? Wenn der Körper unter Stress gerät, schüttet er normalerweise das Enzym 11β-HSD1 (11β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase) aus. Dieses wandelt inaktives Cortison in aktives Cortisol um. Das aktive Cortisol löst dann in den Muskelzellen Katabolie aus. Der biologische Sinn dahinter ist, dass die frei werdenden Aminosäuren zur Energiegewinnung herangezogen werden können. 11-OXO bzw. 11-Ketotestosteron hat nun die Eigenschaft, das Enzym 11β-HSD1 zu blockieren. Dadurch hält es das Cortisol im Zaum.
Was bringt ein Cortisol Blocker beim Muskelaufbau?
Beim Training ist ein hoher Cortisolspiegel in Ordnung, weil der Muskelabbau, der beim Training stattfindet, später durch Schlaf und durch Eiweißzufuhr mehr als kompensiert wird. (So funktioniert Muskelaufbau.) Bei der Arbeit, beim Autofahren, beim Einkaufen usw. ist ein hoher Cortisolspiegel hingegen NICHT in Ordnung. Der Muskelabbau, der dann stattfindet, schmälert nämlich einfach nur den Trainingsfortschritt. Je besser man also seinen Cortisolspiegel außerhalb des Trainings kontrollieren kann, desto weniger Muskelsubstanz büßt man ein. Kann man demnach mit einem Cortisol Blocker Muskelabbau verhindern? Ja, kann man. Und aus genau diesem Grund ist 11-OXO ein wirklich gutes Supplement!
11-OXO: ein Prohormon für Diät und Definitionsverbesserung
Wie wirkt 11-OXO im Vergleich zu anderen Prohormonen? Schwächer. Tatsächlich ist 11-OXO auch kein Anabolikum, sondern ein Anti-Katabolikum. Im Endeffekt macht das aber bezüglich Muskelaufbau keinen großen Unterschied: Man kann auch mit Adrenosteron Muskelaufbau fördern; wenngleich nicht so effektiv wie mit Anabolika à la Halodrol, M1T oder Ultradrol.
11-OXO ist aber ohnehin nicht primär für den Einsatz in Masseaufbauphasen gedacht, jedenfalls nicht als Stand-alone-Präparat. Es ist eher für den Einsatz in der Diät gedacht. Der Grund: Wer seine Kalorienzufuhr reduziert, hebt automatisch seinen Stresshormonspiegel an, denn Hunger ist ein Stressor. Deshalb ist der Cortisolspiegel während einer Diät immer höher als zu normalen Zeiten. Entsprechend findet während einer Diät auch verstärkt Muskelabbau statt. Zudem ist ein hoher Cortisolspiegel auch noch aus anderen Gründen beim Diäten hinderlich:
- Reduzierung der Stoffwechselrate – Cortisol macht den Stoffwechsel „langsam“.
- Förderung von viszeralen Fetteinlagerungen – Cortisol sorgt dafür, dass sich Fett bevorzugt im Bauchbereich ansammelt (als viszerales Fett).
- Wasserretention – Cortisol bewirkt, dass der Körper Wasser zurückhält, was den sichtbaren Diäterfolg verfälscht (und schlecht für die Motivation ist).
Kurz gesagt: Cortisol ist während einer Definitionsphase ein echtes Problem [4]. Man sollte daher zur Diätunterstützung Cortisol reduzieren – und das kann man mit 11-OXO wunderbar tun.
Die Wirkung von 11-OXO lässt sich also in zwei Kernbereiche unterteilen:
- Antikataboler Schutz (= verringerter Muskelprotein-Abbau durch Hemmung der Cortisol-Aktivität)
- Unterstützung beim Fettabbau (= reduzierte Einlagerung von viszeralem Fett, Auflösung von Wasseransammlungen)
Ideal zum „Stacken“
Ein weiterer Vorzug von 11-OXO ist, dass das Prohormon sehr gut zum Stacken mit echten Anabolika geeignet ist. Warum? Nun ja, weil es den Katabolismus reduziert und dadurch die Aufbauwirkung von Anabolika noch verstärkt. Speziell bei solchen Anabolika, die von sich aus keine cortisolhemmende Wirkung haben, ist das nützlich. Beispiele dafür sind SARMs wie etwa Ligandrol oder auch Prohormone wie M1T. In Kombination mit 11-OXO können sie fast genauso spektakulär wirken wie Trenavar oder Superdrol (ohne deren starke Nebenwirkungen). Bei Trenavar und Superdrol selbst ist ein Hinzustacken von 11-OXO dagegen unnötig. Beide Designer-Steroide binden sich nämlich ohnehin schon an den Glukokortikoid-Rezeptor und reduzieren dadurch die Cortisol-Synthese. Darum hat man bei diesen Roids auch kein Wasserproblem.
Generell ist 11-OXO aber ein vielseitig einsetzbarer Stack-Partner, der die positiven Effekte anderer muskelaufbauender Substanzen deutlich verstärkt. Man kann es mit so ziemlich allen Steroiden und Prohormonen kombinieren, ohne dass man den Nebenwirkungs-GAU befürchten muss. Da das Prohormon nicht methyliert ist (siehe weiter unten), stellt es auch keine zusätzliche Leberbelastung dar.
11-OXO Nebenwirkungen
Welche Nebenwirkungen hat 11-OXO? Nach heutigem Kenntnisstand ist Adrenosteron ein sehr nebenwirkungsarmes Prohormon. Es ist zwar suppressiv, unterdrückt die körpereigene Testosteronproduktion aber nicht besonders stark. Die Frage, ob Adrenosteron eine PCT nötig macht, kann man somit verneinen. Es ist auch nicht C-17-alkyliert und daher nicht lebertoxisch. Leider gibt es zu den Nebenwirkungen von 11-OXO aber keine wissenschaftlichen Studien. Die Infos, die es gibt, sind von den 11-OXO Erfahrungen von Anwendern abgeleitet und besagen im Tenor, dass 11-OXO eigentlich gar keine Nebenwirkungen hat. Das ist aber ganz sicher nicht so. Fest steht immerhin, dass 11-Ketotestosteron ziemlich stoffwechselresistent ist (denn es ist bereits ein Metabolit von Testosteron), weshalb es nicht zu Östrogen und auch nicht zu DHT konvertiert. Nebenwirkungen wie Haarausfall, Gynäkomastie usw. sollten also tatsächlich nicht auftreten. Neuere Studien legen indes nahe, dass 11-Ketotestosteron und andere Androgene adrenalen Ursprungs doch eine höhere androgene Aktivität aufweisen könnten als bisher angenommen [5]. Das würde bedeuten, dass sie vielleicht auch mehr Nebenwirkungen haben – vornehmlich solche, die nicht sofort wahrnehmbar sind (wie Förderung des Prostatawachstums oder Verschiebung der Lipidwerte).
11-OXO Dosierung und Anwendung
Da 11-OXO nur schwach anabol wirkt und kaum Nebenwirkungen hat, wird es üblicherweise hoch dosiert.
11-OXO zur Diätunterstützung: 300 mg pro Tag
11-OXO als Stack-Ergänzung: 600 mg pro Tag
11-OXO als Stand-alone-Muscle-Builder-Supplement: 900–1.000 mg pro Tag.
Was die Anwendungsdauer angeht: Alles unter 6 Wochen ergibt keinen Sinn. Im Netz kursieren Berichte von 8- bis 9-wöchigen Kuren, mit denen die jeweiligen Anwender gute Ergebnisse bezüglich Formverbesserung erzielt haben. Länger als 9 Wochen sollte man aber kein Prohormon anwenden, auch nicht 11-OXO.
Ist 11-OXO legal?
11-OXO bzw. Adrenosteron steht auf der WADA-Liste verbotener Substanzen und ist somit als Dopingmittel klassifiziert [6]. Gemäß dem Anti-Doping-Gesetz ist der Besitz einer nicht geringen Menge von Adrenosteron damit in Deutschland illegal. Das Mittel ist auch leicht im Urin nachzuweisen; allerdings besteht dabei das Problem, dass 11-Ketotestosteron natürlicherweise im Körper vorkommt, und zwar in schwankender Menge. Wie für viele andere hormonbasierte Anabolika auch wird für 11-Ketotestosteron deshalb ein Doping-Schwellenwert definiert. (Darüber, wie fair das ist, kann man geteilte Ansicht sein.)
11-OXO kaufen: Worauf ist zu achten?
Adrenosteron ist bei vielen bekannten Underground-Labels Teil des Produkportfolios, allerdings nicht immer unter der Bezeichnung „11-OXO“. BRAWN Nutrition nennt sein Adrenosteron-Präparat z. B. „11-ANDRO“, und Competitive Edge Labs (CEL) führt Adrenosteron unter dem Namen „11-Sterone“.
Wenn man 11-OXO kaufen will, muss man sich nur im Klaren darüber sein, dass man wahrscheinlich nicht mit einer Packung auskommt. Die meisten 11-OXO-Präparate sind nur auf 100 mg pro Kapsel dosiert – und das bedeutet, dass man mindestens 120 Kapseln braucht. 11-OXO ist also nicht gerade der „Billigheimer“ unter den Prohormonen. Es ist dafür aber das mildeste Prohormon neben DHEA, das man überhaupt kaufen kann. Wenn Gesundheitsschonung, Muskelerhalt in der Diät und ein „trockenes“ Erscheinungsbild im Vordergrund stehen, gibt es eigentlich kein besseres.
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Brawn Nutrition 11-Andro 90 caps
- ✅ Fördert anabolen Muskelaufbau
- ✅ Schnelle Muskeldefinition ohne Wassereinlagerung
- ✅ Effektive Fettverbrennung
Quellen
- ↑ en.wikipedia.org (2025): Adrenosterone (https://en.wikipedia.org/wiki/Adrenosterone)
- ↑ gannikus.de (2016) Die Wiedergeburt von 11-Ketotestosteron (https://www.gannikus.de/medizin/die-wiedergeburt-von-11-ketotestosteron/)
- ↑ en.wikipedia.org (2025): Patrick Arnold (https://en.wikipedia.org/wiki/Patrick_Arnold)
- ↑ focus.de (2016): Stresshormon Cortisol: Darum nehmen Sie trotz Diät nicht ab (https://www.focus.de/gesundheit/experts/stresshormon-cortisol-darum-nehmen-sie-trotz-diaet-nicht-ab_id_5773841.html)
- ↑ L. Stárka et al. (2020): “11-Keto-testosterone and Other Androgens of Adrenal Origin” (https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8603739/)
- ↑ dshs-koeln.de (2024): Adrenosteron – Dopinganalyse (https://www.dshs-koeln.de/institut-fuer-biochemie/doping-substanzen/doping-lexikon/a/adrenosterone-doping-analysis/)

