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Methylepitiostanol erklärt: Muskelaufbauwirkung, Dosierungen, Einsatzzweck, Risiken
Epistane ist wahrscheinlich dasjenige Prohormon, bei dem Image und Eigenschaftsprofil am weitesten auseinanderklaffen. Will heißen: Epistane wird von den meisten Fitness-Fans völlig falsch eingeschätzt. Das geht schon mit der Klassifizierung als Prohormon los: Epistane ist kein Prohormon – nicht mal dann, wenn man beide Augen zukneift. Es ist auch nicht völlig harmlos. Und wirkungsschwach ist es erst recht nicht, ganz im Gegenteil. Richtig ist, dass es kein Mass-Building-Supplement à la M1T ist, das die Muskeln im Zeitraffertempo wachsen lässt. Aber was ist Epistane stattdessen? Und wie wirkt Epistane konkret? Ist es für Einsteiger geeignet? Und was muss man beachten, wenn man Epistane kaufen will? Die Antworten gibt’s hier.
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Was ist Epistane bzw. was ist Havoc?
Die Frage „Was ist Epistane?“ richtig zu beantworten, ist gar nicht so leicht. (Außer für Chemiker. Die sagen einfach: „Epistane ist Methylepitiostanol, also 2a,3a-Epithio-17a-methyl-5a-androstan-17b-ol.“ Das stimmt zwar, hilft Fitness-Fans aber nicht viel weiter.) Dass Epistane kein Prohormon ist, haben wir eingangs ja schon gesagt. Und was ist es nun wirklich? Je nach Quelle wird es im Netz bisweilen als
- Ani-Östrogen,
- aromatasehemmendes Mittel,
- SERM,
- SARM oder
- anabol-androgenes Steroid (AAS)
definiert.
Um es klar zu sagen: Epistane ist ein anabol-androgenes Steroid [1]. Punkt. Warum manche Fitness-Blogger das anders sehen, erklären wir im Textabschnitt über die Wirkung.
Havoc – ein klassisches Designer-Steroid
Als Supplement tauchte Epistane erstmals Ende 2006 auf, und zwar unter dem Namen „Havoc“ von der Marke RPN (Recomp Performance Nutrition). Wikipedia datiert das Supplement-Debüt von Epistane zwar auf 2009, aber damit ist wohl die große Ausbreitung auf dem Markt gemeint und nicht das erste Produkt-Listing. Schon kurz nach dem Verkaufsstart wurde klar, dass es sich bei Epistane um Methylepitiostanol handelt, also um die methylierte Form von Epitiostanol. Epitiostanol ist ein antiöstrogenes Steroid, das in den 70er-Jahren in Japan zur Behandlung von Brustkrebs eingesetzt wurde [2]. Methylepitiostanol hat aufgrund seiner Methylierung aber ein anderes Wirkungsprofil als das japanische Medikament – es ist erheblich anaboler. Kein Wunder, dass Epistane bzw. Havoc deshalb in der Bodybuilding-Szene sehr schnell populär wurde. (Ein weiterer Name für das Mittel ist übrigens „Hemaguno“. Der Produktname „Havoc“ ist heute aber am bekanntesten; im Supplement-Kontext ist er praktisch ein Synonym für Epistane.) Mit dem Inkrafttreten des zweiten Designer Anabolic Steroid Control Acts von 2014 verschwand das Mittel dann vorübergehend vom Markt, weil es in der Control-Act-Substanzliste ausdrücklich als verbotenes Designer-Steroid aufgeführt war [3]. Schon lange ist es aber wieder erhältlich (s. weiter unten: Epistane kaufen: Worauf muss man achten?)
Epistane Wirkung: Wie wirkt Epistane im Körper?
Methylepitiostanol ist ein Derivat von Dihydrotestosteron. Es bindet sich direkt an den Androgenrezeptor, womit auch klar ist, warum es nicht als Prohormon durchgeht: Es muss im Körper nicht erst in ein Hormon umgewandelt werden, sondern wird direkt aktiv. Da es aber nicht nur den Androgenrezeptor stimuliert, sondern auch eine antagonistische Wirkung auf den Östrogenrezeptor hat, zählt es nicht zu den SARMs. (SARMs = Selective Androgen Receptor Modulators; mehr Infos zu SARMs gibt es hier.) Die antagonistische Wirkung auf den Östrogenrezeptor ist auch der Grund, warum Epistane oft den SERMs zugeordnet wird. Im Unterschied zu echten SERMs blockiert Epistane den Östrogenrezeptor aber nur sehr schwach, weshalb man es auch nicht wirklich als Anti-Östrogen bezeichnen kann. Und als Aromatasehemmer taugt Epistane überhaupt nichts. Allerdings verhindert es ein Wachstum der Brustdrüsen beim Mann als Folge eines Östrogenüberschusses.
Begriffserklärung
Anti-Östrogene: „Anti-Östrogene“ ist ein Sammelbegriff für Substanzen, die auf irgendeine Weise die Wirkung von Östrogen im Körper reduzieren.
SERMs: „SERMs“ ist die Abkürzung für „Selective Estrogen Receptor-Modulators“ und bezeichnet Substanzen, die sich gezielt an den Östrogenrezeptor (und zwar NUR an den Östrogenrezeptor) binden. Die meisten SERMs blockieren den Östrogenrezeptor, manche stimulieren ihn aber auch. Deshalb sind nicht alle SERMs automatisch Anti-Östrogene [4].
SARMs: SARMs sind Substanzen, die sich nicht an den Östrogenrezeptor, sondern an den Androgenrezeptor binden. Sie wirken deshalb wie steroidale Anabolika.
Aromatasehemmer: Aromatasehemmer sind Substanzen, die das Enzym Aromatase blockieren und dadurch verhindern, dass Testosteron im Körper zu Östrogen umgewandelt wird. Sie zählen also auch zu den Anti-Östrogenen.
Epistane für Muskelaufbau
Ja, man kann mit Epistane Muskeln aufbauen! Gut? Das hängt davon ab, wie steroiderfahren man ist und in welchem Entwicklungsstadium man sich befindet. Leute, die noch nicht viel Muskelmasse haben, werden mit Epistane in einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen gute Erfolge erzielen – insbesondere dann, wenn sie zuvor noch nie mit Prohormonen oder SARMS gearbeitet haben. Laut Anwenderberichten sind Zuwächse von etwa 2 kg für Einsteiger realistisch. Fortgeschrittene Athleten werden mit einer Epistane-only-Kur nur wenig aufbauen, vielleicht 1 kg. Brutaler Massezuwachs ist aber auch nicht der Hauptanwendungszweck von Epistane.
Epistane für einen definierten Look
Der Hauptanwendungszweck von Epistane ist es, eine definierte Optik zu erzeugen – und diesen Zweck erfüllt das Mittel hervorragend. Da es sich bei Methylepitiostanol um ein DHT-Derivat handelt, konvertiert es nicht zu Östrogen. (Im Gegenteil: Es hat ja, wie oben schon dargelegt, eine antiöstrogene Wirkung.) Somit ruft es weder Wasseransammlungen noch Fettansammlungen im Brustbereich hervor; stattdessen macht es hart und „trocken“. Für eine Diät-/Abnehmphase ist es also ideal: Seine anabole Wirkung verhindert im Kaloriendefizit den Verlust von Muskelmasse, und seine antiöstrogene Wirkung schützt vor Wasserretention.
Mit Epistane Testosteron steigern? Funktioniert nicht.
Aufräumen muss man an dieser Stelle aber mit einem weit verbreiteten Epistane-Mythos – nämlich dass Epistane den Testosteronspiegel erhöht. Viele Fitnesssportler denken das, weil sie im Zusammenhang mit Methylepitiostanol nur etwas von „Antiöstrogen“ gehört haben. Es stimmt aber nicht. Wer versucht, mit Epistane seine endogene Testosteronproduktion wieder anzukurbeln (zum Beispiel nach einer Kur mit härteren Steroiden), wird unweigerlich Schiffbruch erleiden. Epistane ist deshalb auch nicht als „Bridging-Mittel“ (= Übergangsanabolikum zwischen zwei Kuren) geeignet, weil sich die HPT-Achse während einer Epistane-Anwendung nicht erholen kann.
Epistane als Stacking-Roid? Funktioniert!
Unter steroiderfahrenen Athleten hat Havoc den Ruf, sehr gut zum Stacken mit weiteren Muskelaufbaumitteln geeignet zu sein. Zu Recht! Vor allem in Kombination mit aromatisierenden Anabolika, wie 1,4-AD, Methandrostenolon (Dianabol), Nandrolon usw., kann Epistane östrogenbedingte Nebenwirkungen ausbalancieren. Hingegen ist die Kombination aus Epistane und einem anderen DHT-Derivat, etwa Superdrol (Methasteron), nur bedingt sinnvoll. So eine Kombi, die es sogar als fertiges Präparat gibt, ist zwar atemberaubend effektiv – die „Side Effects“ sind aber ein echtes Brett für die Organgesundheit.
Epistane vs. Superdrol
Apropos Superdrol: Häufig wird in Bodybuilding-Foren gefragt, was denn überhaupt der Unterschied zwischen Epistane und Superdrol ist. Immerhin sind beide Mittel ja Designer-Steroide mit definitionsverbessernder Wirkung. Die (kurze) Antwort lautet: Superdrol ist viel, viel effektiver. Tatsächlich haben die beiden Mittel kaum etwas gemeinsam – außer, dass sie eben beide einen „trockenen“ Look erzeugen. Mit Superdrol kann man sein Äußeres innerhalb weniger Wochen komplett in Richtung beeindruckend muskulös und plastisch-definiert verändern. Mit Havoc geht das nicht. Havoc leistet auch keine aktive Entwässerungsarbeit, weil das Mittel nicht den Mineralokortikoidrezeptor beeinflusst (so wie Superdrol das tut). Dafür ist Havoc im Hinblick auf Nebenwirkungen im Vergleich zu Superdrol ein viel artigeres Kind.
Epistane Nebenwirkungen
Epistane gilt als nebenwirkungsmild. Das heißt aber nicht, dass der Konsum keine gesundheitlichen Risiken birgt.
Am gravierendsten ist die Leberbelastung: Da Methylepitiostanol methyliert ist (wie die Bezeichnung ja schon sagt), ist es lebertoxisch. Während einer Epistane Kur können die Leberwerte gehörig ansteigen; die parallele Einnahme eines Leberschutzmittels wie TUDCA ist unbedingt empfehlenswert. Des Weiteren gibt es Hinweise darauf, dass Epistane Gallenstau verursachen kann [5]. Das liegt daran, dass 17-alpha-alkylierte Steroide generell die Galleausscheidung in der Leber hemmen. Eine weitere Epistane-Nebenwirkung, von der häufig berichtet wird, ist das Auftreten von Gelenkschmerzen. Diese Nebenwirkung ist typisch für „Trockenmacher-Roids“. Sie rührt daher, dass auch die Gelenke trockengelegt werden.
Und natürlich beeinflusst Epistane – so wie jedes anabole Steroid – die körpereigene Testosteronproduktion negativ. Die Suppressivwirkung scheint aber nicht stark ausgeprägt zu sein. Eine Epistane PCT, also eine Post-Cycle-Therapy nach einer Epistane-only-Kur, ist laut Anwenderberichten nicht unbedingt nötig.
Epistane Dosierung und Anwendung
Welche Dosierung ist sinnvoll? Und wie lange sollte man Epistane einnehmen? Üblicherweise dauert eine Epistane Kur mindestens vier und höchstens sechs Wochen. Bei mehr als sechs Wochen – manche Anwender fahren acht Wochen – steigt die Leberbelastung stark an. Und klar: Je länger man Epistane anwendet, desto mehr geht die Testosteronproduktion in die Knie. Bei Kurlängen über sechs Wochen ist eine PCT mit einem SERM wie z. B. Enclomiphene deshalb Pflicht.
Für Leute, die erstmals Epistane Erfahrungen sammeln, liegt die empfohlene tägliche Epistane Dosierung bei 20 mg. Fortgeschrittene können 30 mg oder 40 mg nehmen. Da die Halbwertszeit rund 8 Stunden beträgt (das sagen BB-Foren; wissenschaftlich dokumentiert ist das nicht), sollte die Tagesdosis auf mindestens zwei gleich große Gaben morgens und abends aufgeteilt werden.
Ist Epistane legal?
Epistane ist nicht legal. In den USA ist das Mittel, wie schon erwähnt, durch den Designer Anabolic Steroid Act von 2014 erfasst. Dieser verbietet den Besitz von Designer-Steroiden ohne ärztliche Verschreibung. In Deutschland ist Epistane spätestens seit 2023 vom Anti-Doping-Gesetz betroffen, denn 2023 setzte die WADA 17α-Methylepithiostanol auf die Liste verbotener Substanzen. Der Besitz einer geringen Menge wird zwar nicht geahndet, aber laut Dopingmittelmengen-Verordnung wird alles, was bei Methylepithiostanol über 100 mg liegt, bereits als „nicht geringe“ Menge gewertet.
Epistane kaufen: Worauf muss man achten?
Wenn man Epistane kaufen will, muss man im Grunde nur zwei Dinge beachten: erstens, dass das ausgewählte Produkt nicht zu hoch dosiert ist, und zweitens, dass man nicht aus Versehen einen Stack kauft (wenn man eigentlich nur Epistane haben will).
Warum sollte das Epistane-Produkt nicht zu hoch dosiert sein? Nun ja, wegen der recht kurzen Halbwertszeit bzw. wegen der Empfehlung, die Tagesdosis auf mindestens zwei Gaben aufzuteilen. Kauft man sich ein Produkt, bei dem jede einzelne Kapsel schon 20 mg Wirkstoff oder noch mehr enthält, dann wird’s mit dem Aufteilen schwierig.
Und was das Stack-Kaufen angeht: Das kann sehr leicht passieren, denn die Produktbezeichnungspolitik der Hersteller ist gelinde gesagt intransparent. Super Epistane von Hammer Labz enthält zum Beispiel 20 mg Epistane plus 5 mg Superdrol! Diese Kombi ist sicher hocheffektiv im Hinblick auf „dry gains“, sie hat aber ein viel größeres Nebenwirkungspotenzial als Epistane allein. Hingegen enthält das immer noch erhältliche Havoc von RPN tatsächlich nur Epistane; es ist insofern ein sicherer Kauf. EPI Rx, EPI-10 Rx und EPI-S20 von Core Labs X sind auch keine reinen Epistane-Präparate – sie enthalten außer dem Wirkstoff Methylepitiostanol aber kein weiteres Steroid, sondern nur die Leberschutzkomponenten N-Acetyl-L-Cystein und Vitamin E.
Und wo kann man Epistane kaufen? Überall da, wo Prohormone und Designer-Steroide angeboten werden. Wir empfehlen den Shop PLATZHALTERGETBOOST3D.com. Dieser ist seriös, hat eine reichhaltige Auswahl und liefert wirklich schnell.
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Quellen
- ↑ en.wikipedia.org (2025): Methylepitiostanol:
https://en.wikipedia.org/wiki/Methylepitiostanol - ↑ Miyake et al. (1974): 2α, 3α-Epithio-5α-Androstan-17β-yl 1-Methoxy Cyclopentyl Ether (10364-S), A New Orally Active Anabolic-Androgenic Steroid:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0021519819612540?via%3Dihub - ↑ federalregister.gov (2023): Implementation of the Designer Anabolic Steroid Control Act of 2014:
https://www.federalregister.gov/documents/2023/08/01/2023-15747/implementation-of-the-designer-anabolic-steroid-control-act-of-2014 - ↑ lexikon.doccheck.com (2025): Selektiver Estrogenrezeptormodulator:
https://flexikon.doccheck.com/de/Selektiver_Estrogenrezeptormodulator - ↑ Petrov et al. (2020): Epistane, an anabolic steroid used for recreational purposes, causes cholestasis with elevated levels of cholic acid conjugates, by upregulating bile acid synthesis (CYP8B1) and cross-talking with nuclear receptors in human hepatocytes:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31894354/

