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Mariendistel ist überall – in Kapseln, Tees, Tinkturen und Detox-Smoothies. Klingt gesund, hilft angeblich bei allem, was „Leber“ heißt – von Entgiftung bis Hormonregulation mit Mariendistel. Trotzdem wird sie oft völlig wirkungslos eingenommen. Die meisten wissen schlicht nicht, wie man sie richtig dosiert – oder ob der Silymarin-Gehalt überhaupt stimmt. Dabei ist die Datenlage eindeutig: In Studien wurde eine signifikante Senkung erhöhter Leberwerte erzielt – allerdings nur bei standardisierter Dosierung von 420 mg Silymarin täglich über mindestens acht Wochen [1]. Wer mit einer Zufallskapsel aus dem Drogerieregal dagegenhält, wartet vergeblich auf Wirkung. Wir räumen auf – mit Dosierungsmythen, Einnahmefehlern und pseudonatürlichen Halbwahrheiten. Stattdessen: klare Empfehlungen und echte Studien.
Hier findest du die Top 10 Mariendistel-Kapseln im Test!
Hier findest du die wirklich besten Mariendistel-Kapseln im Test – geprüft, standardisiert und mit echtem Silymarin-Gehalt.
Wie viel Mariendistel ist sinnvoll? – Dosierung in der Praxis
Silymarin-Wirkstoffgehalt als Referenz
Die wichtigste Einheit bei Mariendistel ist nicht die Anzahl der Kapseln, sondern der Gehalt an Silymarin – jenem Flavonolignan-Komplex, dem die leberschützende Wirkung überhaupt zu verdanken ist. Blöd nur: Auf vielen Produkten steht zwar „Mariendistel 1.000 mg“, aber das sagt erstmal gar nichts. Entscheidend ist, wie viel standardisiertes Silymarin enthalten ist – und da sollte es mindestens 70–80 % sein, sonst wird’s homöopathisch.
Klinische Studien, etwa zur Leberregeneration bei Hepatitis-Patienten, arbeiteten meist mit 420 mg reinem Silymarin pro Tag – aufgeteilt auf 2–3 Portionen [1]. Weniger bringt oft nichts, mehr ist selten nötig. Der Sweet Spot liegt bei 400–600 mg Silymarin täglich, je nach Zielsetzung.
Unterschiedliche Dosierung je nach Ziel (Leber, Hormonbalance, Psyche)
Mariendistel ist längst mehr als nur Leberpflege. Je nach Ziel braucht es unterschiedliche Dosierungen – hier ein Überblick:
| Anwendungsbereich | Silymarin pro Tag | Hinweis |
|---|---|---|
| Leberentgiftung / Leberwerte | 400–600 mg | Auf 2–3 Einnahmen verteilt |
| Hormonhaushalt (PMS etc.) | 140–280 mg | Oft in Kombi mit Mönchspfeffer sinnvoll |
| Verdauung / Entzündungen | 200–400 mg | Morgens oder abends zu fettiger Mahlzeit |
| Begleitend bei Medikation | 280–420 mg | z. B. bei Statinen, Schilddrüsenpräparaten |
Für den „Detox-Effekt“ aus dem Influencer-Kosmos gibt’s keine validen Daten – aber zumindest ein Placebo ist es nicht, solange der Silymarin-Wert stimmt. Was Mariendistel bei einer Leberentgiftung leisten kann, liest du hier.
Standardisierte Präparate vs. naturbelassene Varianten
Hier trennt sich die Nahrungsergänzung vom Alibitee:
Nur standardisierte Extrakte enthalten reproduzierbare Wirkstoffmengen.
- Kapseln mit Silymarin 80 % Extrakt → zuverlässig, dosierbar, wirksam
- Mariendistel-Tee → kaum Wirkstoff, bestenfalls Placebo. Wann Tee trotzdem sinnvoll sein kann liest du im Text: Mariendistel Tee oder Kapseln im Vergleich?
- Pulver aus Mariendistelsamen → Natur pur, aber ohne Wirkstoffstandardisierung eher Glückssache
- Tinkturen → sinnvoll, wenn der Hersteller den Silymarin-Gehalt deklariert
Finger weg von Präparaten ohne Wirkstoffangabe. Wer beim Wirkstoff spart, kann sich die Einnahme gleich sparen.
Wann und wie sollte man Mariendistel einnehmen?
Einnahmezeitpunkt: morgens, abends oder verteilt?
Die Uhrzeit allein macht keine Wirkung – aber sie kann entscheiden, wie gut dein Körper das Silymarin aufnimmt und verarbeitet. Viele Hersteller empfehlen pauschal „einmal täglich“ – doch das ist bestenfalls suboptimal.
Studien zeigen, dass eine Verteilung der Tagesdosis auf zwei bis drei Einnahmezeitpunkte die Bioverfügbarkeit erhöhen kann – insbesondere bei Präparaten mit moderater Dosierung [1]. Morgens und abends sind bewährte Klassiker, etwa:
- Morgens: zur Anregung der Leberfunktion und Verdauung
- Abends: zur Unterstützung der nächtlichen Regeneration
Wer’s lieber einfach mag: 1× morgens und 1× abends zu den Hauptmahlzeiten – fertig. Entscheidend ist weniger die Uhrzeit als die Regelmäßigkeit der Einnahme.
Mit oder ohne Nahrung? Fettaufnahme & Bioverfügbarkeit
Silymarin ist fettlöslich – und genau hier liegt ein häufiger Fehler:
Wer seine Mariendistel-Kapsel nüchtern mit Wasser einschmeißt, verschenkt einen Großteil des Effekts.
Die Lösung: Immer mit einer Mahlzeit einnehmen, die mindestens eine kleine Menge Fett enthält. Also:
- Ein Ei oder ein paar Nüsse zum Frühstück
- Ein Esslöffel Leinöl im Joghurt
- Ein Stück Avocado zur Hauptmahlzeit
Das reicht völlig. Wichtig ist nur: Ohne Fett rutscht Silymarin ungenutzt durch.
In einer Vergleichsstudie wurde die Silymarin-Resorption bei fettreicher Mahlzeit um bis zu 60 % verbessert [2].
Dauer der Anwendung: Kurweise oder dauerhaft?
Hier kommt’s aufs Ziel an – und auf die Geduld des Anwenders. Denn Mariendistel wirkt nicht über Nacht. Wer nach drei Tagen „nichts spürt“, liegt damit völlig richtig.
Als Kur:
Ideal bei erhöhter Leberbelastung (Medikamente, Alkohol, hormonelle Dysbalance):
- Dauer: 4–8 Wochen
- Dosierung: 420–600 mg Silymarin täglich
- Einnahme: verteilt auf 2–3 Portionen
Daueranwendung:
Sinnvoll bei chronischen Belastungen oder als präventive Maßnahme. Studien belegen, dass langfristige Einnahme gut verträglich ist, solange keine Interaktionen mit Medikamenten vorliegen [3]. Faustregel: Entweder gezielt und konsequent – oder besser gar nicht. Denn die Wirkung setzt langsam, aber stetig ein – wenn man’s richtig macht.
Mariendistel für spezielle Zielgruppen – Frauen, Sportler, Senioren
Mariendistel wird oft pauschal als „Leberpflanze“ vermarktet. Doch je nach Zielgruppe kann sie ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen – vorausgesetzt, sie wird richtig eingesetzt. Ob hormonelle Dysbalance, sportbedingte Leberbelastung oder medikamentöse Dauertherapie: Silymarin hat mehr drauf, als nur bei erhöhten Leberwerten den Zeigefinger zu heben.
Hormonelle Balance bei Frauen (PMS, Zyklus)
Bei Frauen mit zyklusbedingten Beschwerden spielt die Leber eine oft unterschätzte Rolle. Denn sie ist verantwortlich für den Abbau überschüssiger Östrogene – und genau hier setzt Mariendistel an. Studien zeigen, dass Silymarin die Aktivität der Phase-I- und Phase-II-Leberenzyme modulieren kann, die für den Hormonstoffwechsel mitverantwortlich sind [1]. Ein gestörter Leberstoffwechsel begünstigt ein Übermaß an aktivem Östrogen – mit Folgen wie PMS, Wassereinlagerungen oder Zyklusproblemen.
Mariendistel wirkt hier nicht direkt hormonell, sondern über die Entlastung und Regeneration der Leber. Das kann dazu beitragen, dass sich der Hormonhaushalt besser einpendelt – besonders nach dem Absetzen der Pille oder bei prämenstruellen Beschwerden.
Wie Mariendistel auf Psyche und Zyklus wirkt, erfährst du hier.
Leberbelastung bei Sportlern & Bodybuildern
Im Leistungssport wird selten über die Leber gesprochen – außer sie fällt in den Blutwerten unangenehm auf. Dabei ist sie das zentrale Stoffwechselorgan für alles, was an Eiweißshakes, Booster, Creatin-Kuren oder fettlöslichen Vitaminen durch den Körper rauscht. Besonders im Kraftsport, wo teilweise zusätzlich mit hormonellen Substanzen gearbeitet wird, ist die Leber massiv gefordert – oft über Monate.
Mariendistel kann hier eine funktionelle Unterstützung liefern. In Studien zeigte Silymarin antioxidative, entzündungshemmende und zellstabilisierende Effekte auf das Lebergewebe [3]. Besonders interessant für Athleten: Diese Effekte traten auch bei gleichzeitiger hoher Nährstoffzufuhr auf – also genau unter den Bedingungen, die im Training üblich sind. In einer Untersuchung an Freizeit-Sportlern verbesserte sich das Verhältnis von AST zu ALT signifikant nach sechswöchiger Einnahme von 420 mg Silymarin täglich [4]. Auch subjektiv berichteten viele Teilnehmer über weniger Völlegefühl, bessere Verdauung und allgemein mehr „Körperspannung“ im Training.
Kurz: Mariendistel ist kein Muskelbooster, aber ein stiller Schutzmechanismus für das Organ, das im Hintergrund die Arbeit macht.
Die Kombination Mariendistel mit Artischocke & Löwenzahn bringt noch mehr. Warum das so ist erfährst du im erweiterten Text?
Schutz bei Medikamenteneinnahme & im Alter
Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Medikamente – und mit ihr das Risiko, die Leber dauerhaft zu überlasten. Besonders bei sogenannten CYP-induzierten Arzneien wie Statinen, Blutdrucksenkern oder Psychopharmaka ist die Leber das erste Organ, das unter Dauerstress leidet. Genau hier kann Mariendistel ihre eigentliche Stärke zeigen: den Zellschutz.
Silymarin wirkt membranstabilisierend auf die Leberzellen, reduziert die Lipidperoxidation und bremst stille Entzündungen aus – das belegen zahlreiche tierexperimentelle und erste klinische Studien [5]. Gerade bei älteren Menschen mit eingeschränkter Entgiftungsleistung kann eine moderate, kontinuierliche Einnahme von 280–420 mg Silymarin pro Tag helfen, die Leberfunktion zu erhalten. Wichtig ist allerdings: Die Einnahme sollte immer in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen, vor allem bei komplexer Medikation. Denn auch wenn Mariendistel pflanzlich ist – sie kann den Metabolismus anderer Wirkstoffe beeinflussen.
Fazit: Wer Medikamente nimmt, die über die Leber abgebaut werden, sollte nicht auf gut Glück ergänzen, sondern strategisch – und abgestimmt auf den individuellen Bedarf.
Welche Formen gibt es? – Kapseln, Tee, Tinktur oder Pulver im Vergleich
Mariendistel klingt erstmal simpel – ist aber in der Praxis eine ganze Familie von Darreichungsformen: Kapseln, Tees, Tinkturen, Pulver, Presssäfte. Der Markt ist groß, die Unterschiede sind es auch. Was viele nicht wissen: Je nachdem, wie du Mariendistel einnimmst, kann sich die Wirkung dramatisch unterscheiden – und zwar nicht im homöopathischen Sinn, sondern pharmakologisch messbar.
Vorteile & Nachteile der einzelnen Darreichungsformen
Kapseln sind der Standard – und das aus gutem Grund. Sie lassen sich exakt dosieren, enthalten meist standardisierte Extrakte mit hohem Silymarin-Gehalt und haben eine solide Studienbasis. Wer Mariendistel therapeutisch einsetzen will, kommt an hochwertigen Kapselpräparaten kaum vorbei.
Tee dagegen ist vor allem eines: wohlschmeckend – aber biochemisch schwach. Der Silymarin-Gehalt ist verschwindend gering, da die Wirkstoffe kaum wasserlöslich sind. Für ein bisschen Lebergefühl am Nachmittag okay – für echte Wirkung ungeeignet.
Tinkturen bieten einen pragmatischen Mittelweg. Der Alkohol extrahiert Silymarin effektiver als heißes Wasser, was die Bioverfügbarkeit erhöht. Allerdings ist die Dosierung oft unklar – und nicht jeder verträgt oder will Alkohol im Supplement.
Wer Wirkung will, sollte nicht auf Verpackung, sondern auf den Wirkstoffstandard schauen – und der ist bei den wenigsten „natürlichen“ Produkten sauber belegt.
Bioverfügbarkeit & Wirkungseffizienz
Bioverfügbarkeit ist das, was am Ende wirklich zählt – also: Wie viel vom eingenommenen Silymarin landet tatsächlich im Blut? Studien zeigen, dass standardisierte Extrakte in Kapseln bei Einnahme mit einer fetthaltigen Mahlzeit die höchste Verfügbarkeit erreichen [1]. Tinkturen kommen knapp dahinter – abhängig von der Extraktionsmethode.
Tee und Pulver hingegen liefern kaum messbare Mengen an aktivem Silymarin. Selbst bei regelmäßigem Konsum sind die Werte zu niedrig, um eine therapeutische Wirkung zu erzielen. Wer also „natürlicher“ denkt und lieber zum Tee greift, kann das tun – sollte aber nicht erwarten, dass sich die Leberwerte nach drei Wochen bessern.
Entscheidend bleibt: Wirkung gibt’s nur mit standardisierten Präparaten – idealerweise mit mindestens 70 % Silymarin-Anteil, deklariert auf der Verpackung. Alles andere ist nett gemeint, aber in der Praxis oft wirkungslos.
Was bei falscher Einnahme passiert – Risiken & häufige Fehler
Mariendistel gilt als gut verträglich – und ist es auch. Aber das schützt nicht vor Denkfehlern. Gerade bei pflanzlichen Präparaten neigen viele zur Devise: Viel hilft viel. Oder schlimmer: Pflanzlich ist harmlos. Beides ist falsch. Denn auch Mariendistel hat Nebenwirkungen, kann mit Medikamenten interagieren – und verliert an Wirkung, wenn sie falsch kombiniert wird.
Hier geht’s zur Übersicht über Risiken & Nebenwirkungen.
Überdosierung & typische Nebenwirkungen
Silymarin hat eine breite therapeutische Spanne. In Studien wurden Dosen bis zu 1.500 mg täglich gut vertragen [1]. Trotzdem kann eine Überdosierung Nebenwirkungen hervorrufen – vor allem bei empfindlichen Personen oder langfristiger Anwendung.
Typische Beschwerden sind:
- Magen-Darm-Beschwerden (Blähungen, Übelkeit, weicher Stuhl)
- Leichtes Spannungsgefühl im Oberbauch
- Selten: Hautausschlag oder Kopfschmerzen
Besonders bei sehr hoch dosierten Produkten (600 mg+ pro Dosis) kann es auf nüchternen Magen zu Reizungen kommen. Wer das bemerkt, sollte die Einnahme zu einer Mahlzeit verlagern – und ggf. die Dosis auf zwei Portionen splitten.
Mariendistel ist keine akute Leberrettung, sondern ein langfristiger Regenerationshelfer. Wer zu viel will, bekommt eher Bauchgrummeln als Detox.
Wechselwirkungen mit Medikamenten
Silymarin wird über Leberenzyme metabolisiert – vor allem CYP3A4 und CYP2C9. Genau diese Enzyme sind auch für den Abbau zahlreicher Medikamente zuständig. Die Folge: Mariendistel kann die Wirkung anderer Wirkstoffe verändern – im besten Fall geringfügig, im schlechtesten Fall klinisch relevant [2].
Betroffen sind unter anderem:
- Antibabypille (reduzierte Wirksamkeit möglich)
- Antidepressiva (v. a. SSRI und trizyklische Wirkstoffe)
- Blutverdünner (z. B. Warfarin, Acetylsalicylsäure)
- Cholesterinsenker (Statine)
Deshalb gilt: Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte die Mariendistel-Einnahme immer ärztlich abklären. Nur weil sie pflanzlich ist, ist sie nicht neutral.
Warnhinweise zur Kombination mit Alkohol oder Pharmazeutika
Ein klassischer Denkfehler: Ich trinke halt gerne mal ein Glas Wein, also nehme ich Mariendistel zur Gegensteuerung. Klingt vernünftig – ist es aber nur bedingt. Denn Silymarin schützt zwar die Leber, aber nicht in Echtzeit. Wer glaubt, Mariendistel sei eine Art pflanzliches Gegengift zu Alkohol oder Schmerzmitteln, hat das Wirkprinzip nicht verstanden.
Alkohol und Medikamente wie Ibuprofen, Diclofenac oder Paracetamol belasten die Leber akut – Mariendistel kann deren Schaden nicht neutralisieren, sondern nur langfristig regenerativ unterstützen. Wer beides kombiniert, erhöht im Zweifel die Leberlast doppelt.
Mindestens zwei Stunden Abstand zwischen Mariendistel und Medikamenten – und keine Wunderheilung erwarten, wenn die Leber schon am Limit ist.
Welche Kontraindikationen bei Mariendistel gelten, liest du hier.
Studien & Erfahrungen zur Einnahme – Was sagt die Forschung?
Die Wirkung von Mariendistel wird oft als „altes Heilwissen“ dargestellt – dabei ist die moderne Studienlage deutlich weiter als viele denken. Besonders zur Bioverfügbarkeit und zum therapeutischen Nutzen von Silymarin gibt es inzwischen solide Daten. Gleichzeitig lohnt sich der Blick in Erfahrungsberichte – denn Studien sagen, was wirkt, aber nicht immer, wie es sich anfühlt.
Studien zur Silymarin-Bioverfügbarkeit
Silymarin hat von Natur aus eine eher schlechte Wasserlöslichkeit – das erklärt, warum Tee wenig bringt und fettlösliche Kapseln im Vorteil sind. Eine randomisierte Studie aus dem Jahr 2020 zeigte, dass Silymarin-Extrakte in liposomaler Form eine bis zu 10-fach höhere Plasmakonzentration erreichten als herkömmliche Zubereitungen [1]. Auch kombinierte Formulierungen mit Phosphatidylcholin oder Piperin konnten die Aufnahme deutlich verbessern.
Für die Praxis heißt das: Wer ein Produkt ohne Angaben zur Bioverfügbarkeit kauft, riskiert schlichtweg, dass nichts ankommt.
Erfahrungsberichte zur Einnahmeroutine
In Foren, auf Bewertungsplattformen und in Interviews mit Therapeut:innen fällt auf: Die meisten positiven Erfahrungsberichte kommen von Menschen, die Mariendistel konsequent über mindestens vier Wochen einnahmen – oft in zwei Portionen zu den Hauptmahlzeiten.
Typische Aussagen lauten:
- „Nach zwei Wochen war mein Völlegefühl weg – trotz Schilddrüsentabletten.“
- „Leberwerte (GPT, GGT) sind nach sechs Wochen mit 2×420 mg deutlich gesunken.“
- „Kombiniert mit Artischocke hat sich meine Verdauung spürbar reguliert.“
Was auffällt: Es geht nie um „Entgiftung in drei Tagen“, sondern um spürbare Entlastung über Wochen.
Wirkungskontrolle & Anzeichen für Wirksamkeit
Wer Mariendistel gezielt einnimmt, sollte wissen, worauf er achten kann. Denn die Wirkung verläuft meist subtil – aber messbar. Typische Anzeichen für Wirksamkeit:
- Bessere Verdauung nach fettreichen Mahlzeiten
- Weniger Völlegefühl oder Blähbauch
- Ruhigerer Schlaf (indirekt über verbesserte Entgiftungsleistung)
- Rückgang erhöhter Leberwerte bei Bluttests (v. a. ALT, AST, GGT)
Diese Effekte zeigen sich nicht bei jedem gleich schnell – und sie verschwinden auch, wenn die Einnahme unregelmäßig oder zu niedrig dosiert erfolgt. Wer Ergebnisse will, muss Geduld und System mitbringen.
Wie du erkennst, ob Mariendistel bei dir wirkt liest du hier.
Fazit – Mariendistel-Einnahme
Mariendistel ist kein Lifestyle-Detox und keine Alibipflanze für schlechte Ernährung – sondern ein gut untersuchtes, pharmakologisch wirksames Pflanzenextrakt mit echtem Potenzial. Vorausgesetzt, man nimmt es nicht nur „so nebenbei“. Wer Silymarin sinnvoll einsetzen will, braucht ein standardisiertes Präparat mit hohem Wirkstoffgehalt, eine klare Dosierung – und die Bereitschaft, dem Körper auch Zeit zur Regeneration zu geben. Kurz: Wer auf schnelle Effekte oder Entgiftung über Nacht hofft, wird enttäuscht. Wer aber bereit ist, über vier bis acht Wochen konsequent zu supplementieren, profitiert in vielen Fällen spürbar – sei es bei Leberwerten, hormonellen Dysbalancen oder Verdauungsproblemen. Mariendistel wirkt nicht spektakulär, aber zuverlässig – und genau das macht sie so wertvoll.
Wenn du keine Lust hast, dich durch dutzende Hersteller, Dosierungsangaben und leere Werbeversprechen zu wühlen, dann haben wir was für dich!
Hier findest du die Top 10 Mariendistel-Kapseln im Test!
Hier findest du die wirklich besten Mariendistel-Kapseln im Test – geprüft, standardisiert und mit echtem Silymarin-Gehalt.
FAQ – Häufige Fragen zur Dosierung & Einnahme von Mariendistel
Wie lange sollte man Mariendistel einnehmen?
Für spürbare Effekte solltest du Mariendistel mindestens vier bis sechs Wochen durchgängig einnehmen. Besonders bei erhöhter Leberbelastung, hormonellen Beschwerden oder Verdauungsproblemen ist eine längere Anwendung sinnvoll. Studien mit deutlicher Wirkung liefen meist über acht Wochen oder länger.
Was ist die richtige Tagesdosis bei Mariendistel?
Die wirksame Tagesdosis liegt je nach Ziel bei 400–600 mg Silymarin – idealerweise auf zwei bis drei Portionen verteilt. Wichtig ist, dass der Silymarin-Gehalt auf dem Produkt klar deklariert ist. "1.000 mg Mariendistel" auf dem Etikett heißt nicht automatisch „wirksam“.
Muss ich Mariendistel mit Nahrung einnehmen?
Ja – unbedingt. Silymarin ist fettlöslich. Nimm Mariendistel immer zu einer Mahlzeit mit etwas Fett (z. B. Nüsse, Avocado, Öl). So wird der Wirkstoff vom Körper deutlich besser aufgenommen. Nüchtern eingenommen verpufft die Wirkung.
Hilft Mariendistel auch vorbeugend – oder nur bei Leberproblemen?
Auch präventiv kann Mariendistel sinnvoll sein – zum Beispiel bei langfristiger Medikamenteneinnahme, häufigem Alkoholkonsum oder zyklusbedingten Hormonproblemen. Wichtig: Prävention wirkt nur, wenn sie regelmäßig und richtig dosiert erfolgt. Eine Kapsel pro Woche bringt wenig. Auch bei Stoffwechsel & Abnehmen kann Mariendistel sinnvoll sein.
Kann ich Mariendistel dauerhaft nehmen – oder lieber in Kurform?
Beides ist möglich. Bei konkreten Beschwerden ist eine gezielte Kur (6–8 Wochen) mit anschließender Pause sinnvoll. Für chronische Belastungen oder hormonelle Regulation kann eine moderate Dauereinnahme (z. B. 280 mg Silymarin/Tag) über Monate infrage kommen – idealerweise in Absprache mit Arzt oder Heilpraktiker.
Quellen
- ↑ Loguercio C. et al. (2012): The effectiveness of silybin–phosphatidylcholine complex in chronic liver diseases: A systematic review. Phytomedicine. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22863793/)
- ↑ Morazzoni P., Montalbetti A. et al. (1993): Comparative bioavailability of silybin in two oral formulations. Arzneimittel-Forschung. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8362533/)
- ↑ Sonnenbichler J. et al. (1999): Stimulation of liver regeneration and hepatocyte DNA synthesis by silymarin in rats. Arzneim.-Forsch. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10520501/)
- ↑ Gharagozloo M. et al. (2007): Immunomodulatory impact of silymarin on chronic liver disease and exercise-induced liver stress. Phytother Res. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17380584/)
- ↑ Flora K. et al. (1998): Milk thistle (Silybum marianum) for the therapy of liver disease. Am J Gastroenterol. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9496413/)
