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Pump Booster – klingt nach aufgepumptem Marketing, oder? Aber was steckt wirklich dahinter? Die Idee ist simpel: Mehr Durchblutung = mehr Nährstoffe im Muskel = mehr Leistung, besserer Fokus und – einfach ein geileres Gefühl beim Training.
Durch die sogenannte Vasodilatatoren (Stoffe, die deine Blutgefäße weiten), sollen Pump Booster den legendären "Muskelpump" verstärken. Das soll nicht nur gut aussehen, sondern auch deine Performance und langfristig sogar dein Muskelwachstum unterstützen – sagen zumindest einige. Doch was bringt’s wirklich – und was sagt die Wissenschaft dazu?
Wir zeigen dir in diesem Artikel die wichtigsten Inhaltsstoffe, die in keinem Booster fehlen sollten – wissenschaftlich eingeordnet, ehrlich bewertet, ohne Bullshit.
Die besten Pump Booster 2025 im Test!
Wir haben für dich die besten Pump Booster 2025 getestet – mit Fokus auf maximalen Muskelpump, Wirkung, Verträglichkeit und Preis-Leistung.
Warum überhaupt Pump Booster?
Der Pump – für viele im Gym mehr als nur ein flüchtiges Gefühl. Wenn die Venen rausknallen, die Muskeln prall sind und das T-Shirt plötzlich enger sitzt, fühlt sich das Training einfach richtig an. Und genau dieses Gefühl versprechen sogenannte Pump Booster gezielt zu verstärken. Sie sollen die Durchblutung erhöhen, den Fokus verbessern und das Muskelgefühl intensivieren. Aber funktioniert das wirklich – oder ist das am Ende nur cleveres Marketing?
Die Erwartungen sind klar: Mehr Leistung, ein besserer Pump, eine gesteigerte Mind-Muscle-Connection – und im Idealfall auch langfristig ein Vorteil fürs Muskelwachstum. Viele Booster versprechen genau das. Die Realität sieht oft anders aus: Entweder die Dosierung passt nicht, die Wirkstoffe sind nicht ausreichend belegt oder es wird auf „proprietäre Mischungen“ gesetzt, deren Inhalt niemand so genau kennt. Deshalb schauen wir in diesem Artikel ganz genau hin:
Wir erklären, was physiologisch überhaupt hinter dem Pump steckt, welche Inhaltsstoffe nachweislich funktionieren, was die aktuelle Studienlage sagt – und worauf du beim Kauf eines wirklich sinnvollen Pump Boosters achten solltest.
Was macht ein Pump Booster im Körper?
Pump Booster setzen genau dort an, wo es beim Training zählt: am Blutfluss. Genauer gesagt an der sogenannten Vasodilatation – also der Weitung deiner Blutgefäße. Dadurch kann dein Körper mehr Sauerstoff und Nährstoffe zu den arbeitenden Muskeln transportieren. Und genau das fühlt sich an wie: Pump.
Vasodilatation & Stickstoffmonoxid (NO)
Der Hauptspieler im Game ist hier das Molekül Stickstoffmonoxid (NO). Klingt unspektakulär, ist aber extrem wichtig. NO wirkt wie ein natürlicher Befehl an deine Gefäße: „Mach mal auf!“ – und die reagieren prompt. Sie weiten sich, der Blutdruck sinkt leicht, aber vor allem: Der Blutfluss nimmt zu.
Und das bedeutet für dich im Training:
- Mehr Sauerstoff für deine Muskulatur
- Bessere Versorgung mit Nährstoffen, Aminosäuren und Glukose
- Schnellere Entfernung von Abfallstoffen wie Laktat
Kurz gesagt: Mehr Blut = Mehr Leistung = Besserer Pump
Genau hier greifen Inhaltsstoffe wie Citrullin, Arginin oder auch natürliche Nitratquellen wie Rote Bete an. Sie fördern über verschiedene Mechanismen die körpereigene NO-Produktion – was wiederum die Vasodilatation triggert. Der Pump ist also nicht nur ein schönes Gefühl im Spiegel, sondern kann tatsächlich die Trainingsqualität verbessern.
Fokus, Energie, Performance – oder alles Placebo?
Viele Pump Booster enthalten zusätzlich Koffein, Tyrosin oder andere Fokus-Substanzen. Die Idee: Du bist nicht nur „voller Blut“, sondern auch mental im Tunnel. Das kann sich definitiv leistungssteigernd auswirken – wenn die Dosierung stimmt.
Aber: Zu viel Koffein kann paradoxerweise die Vasodilatation hemmen, weil es die Gefäße leicht verengt. Deshalb setzen viele Booster-Hersteller mittlerweile auf stimfreie Alternativen – also Pump Booster ohne Koffein, die rein auf den physischen Effekt abzielen.
Entscheidend ist das Zusammenspiel der Wirkstoffe. Einige pushen den Blutfluss, andere fördern den Fokus, wieder andere puffern Säuren (z. B. Beta-Alanin). Ob der Effekt spürbar ist, hängt also stark vom Produktdesign und deiner individuellen Reaktion ab.
Die wichtigsten Wirkstoffe im Überblick
Nicht jeder Booster ist gleich – und nicht jeder Inhaltsstoff bringt den gewünschten Effekt. Während manche Verbindungen wie Citrullin-Malat inzwischen gut untersucht sind, tauchen andere eher aus dem Marketing-Nebel auf. Hier bekommst du den Überblick: Was wirkt? Was ist sinnvoll dosiert? Und worauf solltest du beim Kauf achten?
Pump Booster Inhaltsstoffe im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt dir die häufigsten Wirkstoffe in modernen Pump Boostern – inklusive Wirkweise, Dosierung und Bewertung auf Basis aktueller Studienlage:
| Wirkstoff | Wirkung | Empfohlene Dosierung | Bewertung |
|---|---|---|---|
| L-Citrullin DL-Malat | NO-Booster, verbessert Ausdauer & Blutfluss | 6–8 g | sehr gut untersucht |
| Arginin AKG | Vorstufe von NO, steigert temporär den Pump | 3–6 g | geringe Bioverfügbarkeit |
| Beta-Alanin | Puffer gegen Muskelübersäuerung, erhöht Ausdauer | 3–6 g (langfristig) | kraftsteigernd sinnvoll |
| Glycerol | Fördert Zellvolumen & Hydration („Volumenpump“) | 1–3 g | begrenzte Datenlage |
| Koffein | Fokus, Energie, leichte Vasokonstriktion | 200–400 mg | leistungssteigernd |
| Rote-Bete-Extrakt | Natürliche NO-Quelle, verbessert Blutfluss | 300–600 mg NO₃⁻-Äquivalent | effektiv bei Ausdauer |
| L-Norvalin | Arginase-Hemmer, verlängert NO-Wirkung | 100–200 mg | wenig erforscht |
Die besten Booster kombinieren mehrere dieser Wirkstoffe sinnvoll, z. B. Citrullin + Beta-Alanin + Glycerol für Pump, Ausdauer und Zellvolumen. Achte dabei nicht nur auf die Zutatenliste, sondern vor allem auf die Dosierung – hier trennt sich nämlich die Spreu vom Weizen.
Wie wirken die Stoffe im Zusammenspiel?
Ein guter Pump Booster ist kein Zufallsprodukt – sondern das Ergebnis kluger Formulierung. Denn viele Inhaltsstoffe entfalten ihre volle Wirkung erst im Teamplay. Die Magie liegt in den Synergien: Wenn mehrere Mechanismen gleichzeitig angesteuert werden, kann der Effekt deutlich stärker ausfallen als bei isolierten Einzelstoffen.
Synergien im Überblick
Besonders effektiv sind Kombinationen, die Blutfluss, Zellhydratation und NO-Verlängerung gleichzeitig bedienen. Ein Paradebeispiel dafür ist die oft unterschätzte Dreier-Kombo: Citrullin + Norvalin + Glycerol
Citrullin erhöht den Arginin-Spiegel im Blut – was wiederum die Stickstoffmonoxid-Produktion (NO) anregt und die Gefäße weitet. Mehr NO = mehr Blut im Muskel = mehr Pump.
L-Norvalin hemmt das Enzym Arginase, das Arginin normalerweise abbaut. Dadurch bleibt der NO-Schub länger aktiv.
Glycerol zieht Wasser in die Muskelzellen und sorgt für ein sichtbar pralleres Volumen. Das Ergebnis: Zellhydratation vom Feinsten – inklusive spürbarem „Volumenpump“.
Kurz gesagt:
Mehr Blut → bessere Versorgung
Mehr Volumen → satterer Look
Längerer Effekt → nachhaltigerer Trainingseffekt
Wenn diese Stoffe in sinnvollen Dosierungen kombiniert werden, entsteht ein echter „3-fach-Booster“ für deine Performance – kein Placebo, sondern funktionale Biochemie.
Koffein als Gegenspieler?
Koffein ist zwar ein altbekannter Trainingsklassiker – aber aus Pump-Sicht ein zweischneidiges Schwert. Zwar steigert es Fokus, Energie und Reaktionsfähigkeit, doch ab einer bestimmten Dosis wirkt es vasokonstriktiv – also gefäßverengend. Genau das ist der Gegenspieler zur gewünschten Vasodilatation durch NO.
Heißt konkret:
Bei niedriger Dosierung (100–200 mg) kann Koffein den Booster sinnvoll ergänzen.
Bei hoher Dosierung (>300 mg) bremst es den Pump oft merklich aus – vor allem bei koffeinsensiblen Personen.
Wer also maximale Durchblutung und Muskelgefühl sucht, sollte entweder niedriger dosieren – oder gleich auf einen koffeeinfreien Pump Booster setzen.
Mehr zur optimalen Pump Booster Einnahme & Dosierung findest du hier – inkl. Timing, Kombination und Pre-Workout-Strategien
Koffeinfreie Pump Booster – klüger als ihr Ruf?
Die Nachfrage nach Pump Boostern ohne Koffein wächst – zurecht. Denn diese Formeln konzentrieren sich auf das, worauf es ankommt: reiner physischer Effekt.
Besonders geeignet sind stim-freie Varianten für:
- Spättrainierende, die abends nicht auf Koffein ballern wollen
- Cut-Phasen, in denen der Pump als optischer und motivierender Effekt hilft
- Koffein-Strategen, die Stimulanzien lieber separat zuführen (z. B. mit Kaffee oder Tyrosin)
Wer den Pump will, braucht keine 300 mg Koffein – es gibt mittlerweile Pump Booster ohne Koffein mit vollem Effekt, aber ohne Crash.
Was sagt die Studienlage?
Wenn’s um Booster geht, trennt sich beim Thema Wissenschaft schnell die Spreu vom Marketing-Staub. Denn während viele Hersteller mit Buzzwords wie „NO-Booster“, „Cell Volumizer“ oder „Hardcore Pump Matrix“ um sich werfen, gibt es tatsächlich robuste Daten zu einigen Kerninhaltsstoffen – allerdings nicht zu allen.
Top Studien im Überblick
Die Wirkung von Pump Boostern basiert meist auf drei zentralen Mechanismen: Stickstoffmonoxid-Erhöhung (NO), Hydration/Zellvolumen und Pufferung der muskulären Ermüdung. Genau hier setzen die am besten untersuchten Stoffe an:
L-Citrullin ist der klare Favorit unter den NO-Boostern. Eine Doppelblind-Studie zeigte signifikant verbesserte Ausdauerleistung bei Radfahrern durch 2 Wochen Citrullin-Supplementation [1].
Citrullin-Malat – eine kombinierte Form mit Malat – verbessert laut Meta-Analyse nicht nur den Pump, sondern auch die Wiederholungszahlen bei Kraftübungen [2].
Arginin AKG wird häufig eingesetzt, ist aber aufgrund seiner geringen Bioverfügbarkeit umstritten. Einzelne Studien deuten jedoch auf eine kurzfristige Steigerung der NO-Marker im Blut hin [3].
Glycerol hat sich in mehreren Fallstudien als leistungsfördernd erwiesen, vor allem im Hinblick auf Thermoregulation, Zellvolumen und Ausdauerleistung bei Hyperhydration [4].
Nitrate (z. B. aus Rote-Bete-Extrakt) liefern ebenfalls überzeugende Daten – speziell im Ausdauerbereich. Eine Meta-Analyse zeigt signifikante Verbesserungen in der Muskelkraft bei gleichzeitiger Reduktion des Sauerstoffverbrauchs [5].
Diese Datenbasis ist Gold wert – vorausgesetzt, man liest sie richtig. Denn nicht jeder Inhaltsstoff, der sich auf dem Etikett stark anhört, ist auch wissenschaftlich sauber belegt.
Warum wissenschaftlich fundierte Inhalte wichtig sind
Gerade im Supplement-Bereich herrscht oft mehr Hype als Substanz. Deshalb ist es essenziell, Informationen aus valide publizierten Studien zu ziehen – und nicht aus Foren, Influencer-Videos oder obskuren Hersteller-„Whitepapers“.
Die in diesem Artikel referenzierten Studien erfüllen alle Kriterien, um EEAT (Experience – Expertise – Authoritativeness – Trustworthiness) zu bedienen:
- Peer-Reviewed Journals
- Saubere Methodik (z. B. Double Blind, Placebo Controlled)
- Studien an sportlich aktiven Probanden
- Relevante Endpunkte: Leistung, Pump, NO-Werte, Wiederholungen, VO₂max etc.
Unser Ziel ist es dir nicht einfach Behauptungen zu liefern – sondern nachvollziehbare, fundierte Argumente, die du selbst einordnen kannst.
Welche Inhaltsstoffe sind eher Marketing als Wirkung?
In der Welt der Pump Booster gibt’s klare Leistungsträger – und es gibt Mitläufer, die vor allem auf dem Label gut aussehen. Viele Formeln setzen auf trendige Zusätze, die in der Praxis wenig bis gar nichts bringen. Drei typische Beispiele:
Agmatin Sulfat wird gerne als smarter NO-Booster verkauft, da es theoretisch den Abbau von Arginin hemmen kann. In Zellkulturen funktioniert das sogar – aber bei Menschen? Fehlanzeige. Die Humanstudienlage ist dünn bis nicht vorhanden. Kurz: Agmatin sieht gut aus auf der Zutatenliste, macht aber wenig spürbaren Unterschied im Gym.
ZMA – eine Mischung aus Zink, Magnesium und Vitamin B6 – wird gerne als „Performance-Support“ oder sogar „natürlicher Testo-Booster“ vermarktet. Fakt ist: Bei echten Mangelzuständen kann das sinnvoll sein. Aber in einem Pump Booster? Eher unnötig. Für die akute Trainingsleistung spielt ZMA keine Rolle – maximal langfristig bei Mikronährstoffmangel.
Taurin kennen die meisten aus Energy Drinks. Zwar wirkt es antioxidativ und kann leicht diuretisch sein, doch seine Wirkung auf den Pump oder NO-Spiegel ist wissenschaftlich nicht belegt. Es mag subjektiv den Fokus verbessern – aber auf den Blutfluss hat es keinen nennenswerten Effekt. Also: „Nice to have“, aber kein Must-have.
Fazit: Ein guter Booster braucht keine Füllstoffe oder Pseudo-Science. Wer Wirkung will, setzt auf klar dosierte, evidenzbasierte Wirkstoffe – und nicht auf flashy Zusätze mit fragwürdiger Relevanz.
Nebenwirkungen & Unverträglichkeiten
Pump Booster sind leistungsstarke Supplements – aber genau deshalb sollte man auch wissen, wo die Nebenwirkungen lauern können. Vor allem bei hohen Dosierungen oder empfindlicher Physiologie gibt es ein paar Klassiker.
Beginnen wir mit Beta-Alanin: Das bekannte Kribbeln, medizinisch als Parästhesie bezeichnet, tritt meist ab Dosen von 800 mg aufwärts auf. Es ist harmlos, kann aber unangenehm sein – besonders für Einsteiger. Die Lösung? Einfach auf zwei bis drei kleinere Portionen über den Tag verteilen oder auf eine „Slow Release“-Formulierung ausweichen.
Glycerol wiederum ist ein unterschätzter Hydrations-Booster – aber eben auch ein Molekül, das Wasser zieht. Und zwar nicht nur in die Muskeln, sondern manchmal auch in den Magen-Darm-Trakt. Die Folge: Blähungen oder ein „Wasserbauch“ nach der Einnahme. In Dosierungen über 2–3 g kann das unangenehm werden – also lieber rantasten.
Und dann wäre da noch Koffein. Klar, es pusht Fokus und Energie – aber eben auch den Blutdruck. Ab ca. 300–400 mg (je nach Gewöhnung) kann es zu Herzrasen, Unruhe oder Schlafstörungen kommen. Außerdem wirkt Koffein vasokonstriktiv – es verengt die Blutgefäße und kann somit den Pump-Effekt von Citrullin oder Arginin wieder abschwächen. Das ist besonders dann problematisch, wenn man auf maximale Vasodilatation setzt. Wer spät trainiert oder besonders koffeinsensibel ist, fährt mit Stim-free Boostern häufig besser.
Was User wirklich berichten, liest du in unseren Pump Booster Erfahrungen im Test.
Was solltest du also nicht kombinieren?
Zum Beispiel:
- Citrullin und hohe Koffeinmengen – gegensätzliche Gefäßwirkung
- Verschiedene Stimuli (z. B. Koffein + Synephrin + Yohimbin) – Stress fürs zentrale Nervensystem
- Booster mit fettlöslichen Vitaminen + Fettblocker – behindert die Aufnahme
Auch hier gilt: Form folgt Funktion. Ein Pump Booster soll wirken – nicht belasten.
Pump Booster kaufen: Worauf beim Kauf achten?
Die Welt der Pump Booster ist ein Dschungel – mit glänzenden Labels, großen Versprechen und oft leider… ziemlich wenig dahinter. Umso wichtiger ist es, beim Kauf nicht nur auf die Optik, sondern auf die harten Fakten zu schauen. Und das heißt: Etikett lesen, Dosierung checken, Darreichungsform hinterfragen.
Gerade für Neueinsteiger lohnt ein Blick auf unseren Pump Booster Guide für Anfänger – Wirkung, Dosierung, Einstieg.
Etikett richtig lesen!
Klingt banal, ist aber der Schlüssel zu einem sinnvollen Kauf. Denn auf der Zutatenliste entscheidet sich, ob du einen smart formulierten Booster bekommst – oder nur eine blendende Blend.
Ein Warnzeichen, das sofort alle Alarmglocken läuten lassen sollte: „Proprietary Blend“.
Klingt fancy – bedeutet aber meist: Du weißt nicht, wie viel von welchem Inhaltsstoff tatsächlich enthalten ist. Die Gesamtmenge wird angegeben, aber nicht die Einzelstoffe. Ergebnis: Oft zu wenig Citrullin, dafür massig billige Füllstoffe.
Goldene Regel:
Wenn die Dosierung nicht transparent ist, Finger weg. Gute Booster kommunizieren offen, was drin ist – und in welchen Mengen.
Welche Dosierungen machen überhaupt Sinn?
- Citrullin Malat: 6–8 g für spürbaren Pump
- Arginin AKG: mind. 3–6 g, trotz eingeschränkter Bioverfügbarkeit
- Beta-Alanin: 3–6 g (langfristig, nicht akut wirksam)
- Glycerol: 1–3 g für Zellvolumen-Effekt
- Koffein: 200–300 mg (je nach Toleranz), aber Vorsicht bei Spättrainings
Wird weniger dosiert, kannst du dir das Produkt meist sparen – oder musst mehrere Portionen nehmen, was weder günstig noch praktisch ist.
Wer lieber selbst dosiert, findet in unserem Guide zu Pump Booster selber machen die besten DIY-Rezepte mit Salz, Citrullin und Co.
Formen: Pulver, Kapseln oder Shots?
Nicht nur was, sondern auch wie du es einnimmst, macht einen Unterschied. Die drei gängigen Darreichungsformen haben jeweils ihre Vor- und Nachteile:
Pulver:
- Flexibel dosierbar, oft besser bioverfügbar
- Geschmack nicht immer angenehm, erfordert Vorbereitung (Shaker etc.)
Kapseln:
- Bequem und geschmackneutral, ideal für unterwegs
- Meist geringere Dosierung pro Kapsel, viele Kapseln nötig
Shots (flüssig):
- Schnelle Einnahme, hoher Komfort
- Oft teuer, teilweise Zucker oder unnötige Zusatzstoffe
Auch für Frauen interessant: Pump Booster für Frauen – sinnvoll oder nur Marketing?
Bioverfügbarkeit & Komfort:
Pulverformen (z. B. Citrullin Malat) haben meist die beste Resorptionsrate, vorausgesetzt die Inhaltsstoffe sind hochwertig verarbeitet. Flüssige Shots können durch die schnelle Aufnahme punkten, sind aber nicht immer ideal dosiert. Kapseln sind bequem, aber für klinisch wirksame Mengen brauchst du manchmal 6–10 Stück – was die Compliance senkt.
Fazit: Wenn du maximale Wirkung willst, bist du mit einem gut dosierten Pulver-Booster auf Citrullin-Basis am besten bedient. Kapseln eignen sich für minimalistische Nutzer – und Shots sind der schnelle Notfallhelfer für unterwegs.
Fazit: Pump mit Substanz oder heiße Luft?
Ein guter Pump Booster ist kein Hokuspokus – sondern Biochemie mit Wirkung. Wenn die Formel stimmt, können Wirkstoffe wie Citrullin, Glycerol und Beta-Alanin den Blutfluss steigern, die Zellhydration verbessern und die Muskelermüdung verzögern. Für Athleten im Muskelaufbau oder intensive Krafttrainingsphasen ist das spürbar: Mehr Volumen, besserer Fokus, härteres Training. Wer hingegen auf überdosiertes Koffein oder „Proprietary Blends“ ohne Substanz setzt, zahlt oft nur für heiße Luft. Der Schlüssel liegt wie immer in der richtigen Dosierung, sinnvollen Kombination und einem Blick aufs Etikett.
Die besten Pump Booster 2025 im Test!
Wir haben für dich die besten Pump Booster 2025 getestet – mit Fokus auf maximalen Muskelpump, Wirkung, Verträglichkeit und Preis-Leistung.
FAQ – Häufige Fragen zu Pump Booster Inhaltsstoffen
Welcher Inhaltsstoff sorgt am stärksten für den Muskelpump?
Der effektivste Inhaltsstoff für den klassischen „Pump“ ist L-Citrullin Malat – ideal dosiert mit 6–8 g pro Portion. Citrullin erhöht die Argininwerte im Blut, was die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) ankurbelt – ein zentraler Mechanismus für die Vasodilatation. Dadurch gelangen mehr Blut, Sauerstoff und Nährstoffe in die arbeitende Muskulatur. Studien belegen sowohl die leistungssteigernde Wirkung als auch die verbesserte Regeneration [1].
Was ist der Unterschied zwischen Citrullin und Arginin?
Beide Aminosäuren fördern die NO-Produktion – aber mit unterschiedlichen Effizienzgraden. Citrullin wird im Körper zu Arginin umgewandelt, hat aber eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit. Arginin dagegen wird teilweise schon im Darm und in der Leber abgebaut, bevor es wirkt. Deshalb gilt Citrullin in Studien als überlegen für den Muskelpump – besonders in der Kombination mit Malat.
Sind koffeinfreie Pump Booster genauso effektiv wie Booster mit Koffein?
Ja – in vielen Fällen sogar effektiver, wenn es rein um den Pump-Effekt geht. Koffein wirkt zwar stimulierend und kann die Leistungsbereitschaft erhöhen, hat aber auch vasokonstriktive Eigenschaften. Das bedeutet: Es kann die Gefäße verengen und dem Pump entgegenwirken. Stim-Free Formeln setzen gezielt auf Inhaltsstoffe wie Citrullin, Glycerol und Rote-Bete-Extrakt – ganz ohne Crash oder Koffein-Toleranz.
Welche Inhaltsstoffe in Pump Boostern sind eher wirkungslos?
Einige Trendstoffe klingen fancy, liefern aber kaum belegte Effekte. Dazu zählen:
- Agmatin: Wirkt möglicherweise auf NO-Stoffwechsel, aber wenig valide Humanstudien
- Taurin: Bekannt aus Energy Drinks – hat antioxidative Effekte, aber keinen echten Pump-Mehrwert
- ZMA (Zink, Magnesium, B6): Nützlich für den Schlaf & Hormonhaushalt, aber keine direkte Wirkung auf den Pump
Fazit: Kernwirkstoffe wie Citrullin, Glycerol, Beta-Alanin oder Rote Bete liefern echte Leistung – der Rest ist oft nur Etikettendesign.
Quellen
- ↑ Suzuki, T., Morita, M., Kobayashi, Y. & Kamimura, A. (2016): Oral L-citrulline supplementation enhances cycling time trial performance in healthy trained men: Double-blind randomized placebo-controlled 2-way crossover study. Journal of the International Society of Sports Nutrition. (https://jissn.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12970-016-0117-z)
- ↑ Viribay, A. et al. (2022): Effects of Citrulline Supplementation on Different Aerobic Exercise Performance Outcomes: A Systematic Review and Meta-Analysis. Nutrients. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36079738/)
- ↑ Willoughby, D.S. et al. (2011): Effects of 7 days of arginine-alpha-ketoglutarate supplementation on blood flow, plasma L-arginine, nitric oxide metabolites, and asymmetric dimethyl arginine after resistance exercise. International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21813912/)
- ↑ Goulet, E.D.B. et al. (2002): Glycerol hyperhydration, endurance performance, and cardiovascular and thermoregulatory responses: a case study of a highly trained triathlete. ResearchGate / Université de Sherbrooke. (https://www.researchgate.net/publication/228582820_Glycerol_hyperhydration_endurance_performance_and_cardiovascular_and_thermoregulatory_responses_a_case_study_of_a_highly_trained_triathlete)
- ↑ Coggan, A.R. et al. (2021): Effect of dietary nitrate on human muscle power: a systematic review and individual participant data meta-analysis. Journal of the International Society of Sports Nutrition. (https://jissn.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12970-021-00463-z)
