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DIESE Stacks sind die besten SARM-Kombinationen!
SARMs (selective androgen receptor modulators) sind für viele Hobby-Bodybuilder die besseren Steroide – weil sie einfacher erhältlich sind, mildere Nebenwirkungen haben und nicht gespritzt werden müssen. Sie sind zwar etwas weniger effektiv als Steroide, aber dieses Manko lässt sich durch cleveres Kombinieren ausgleichen. Wenn man SARMs nämlich „stackt“, kann man Ergebnisse erzielen, die mit denen einer Steroidkur absolut vergleichbar sind. Aber: Das „Gewusst-wie“ ist entscheidend! Kombiniert man SARMs unzweckmäßig, dann hat man lediglich dieselben Nebenwirkungen wie bei einer Steroidkur. Deshalb präsentieren wir hier die besten SARM-Stacks. Wir sagen außerdem, worauf es beim Stacken von SARMs ankommt und was man beachten muss, wenn man SARM-Stacks kaufen will (als fertige Präparate).
SARMs stacken – Pro & Contra
SARMs miteinander zu kombinieren, ist „so a G’schicht“. Einerseits ist das sinnvoll, weil sich so mehr aus den einzelnen Substanzen „herausholen“ lässt. Andererseits ist es riskant.
Nachteile von SARM-Stacks
Warum ist das Stacken von SARMs ein zweischneidiges Schwert? Weil der größte Vorzug von SARMs darin besteht, dass sie sich beinahe ausschließlich an die Androgenrezeptoren in der Muskulatur und in den Knochen binden. Auf andere Organe haben sie so gut wie keine Auswirkungen. Deshalb haben sie auch weniger unerwünschte Nebenwirkungen als anabole Steroide. (Wer über SARMs noch nicht so recht Bescheid weiß, kann sich hier schlau machen: Muskelaufbau mit SARMs). Wenn man nun mehrere SARMs zusammen einnimmt, verliert man diesen Vorteil, denn ein gewisses „Abstrahlen“ der Wirkung auf andere Organe (Prostata, Hoden, Leber usw.) tritt leider auch bei SARMs auf. Dieses Abstrahlen kann sich beim Stacken von SARMs zu ausgeprägten Nebenwirkungen summieren. Dazu kommt, dass SARM-Kombinationen überhaupt nicht erforscht sind. Bisher wurden zu den Wechselwirkungen von SARMs mit anderen SARMs keine Studien an Menschen durchgeführt; im Netz kursieren lediglich anekdotische Erfahrungsberichte zu Masse-Stacks, Cutting-Stacks und Recomp-Stacks. Das sind aber keine zuverlässigen Infos.
Vorteile von SARM-Stacks
Wieso ist das Stacken von SARMs nichtsdestotrotz gängige Praxis? Aus folgendem Grund: Anabole Steroide, wie Nandrolon, Trenbolon usw., sind Voll-Agonisten des Androgenrezeptors. Das bedeutet, dass sie die Androgenrezeptoren vollständig aktivieren und somit eine sehr starke anabole Wirkung haben. SARMs hingegen sind in der Regel nur partielle Androgenrezeptor-Agonisten [1]. Sie aktivieren die Androgenrezeptoren nicht vollständig – entsprechend sind sie etwas weniger anabol. Das ist der „Preis“ dafür, dass sie keine anderen Gewebearten außer den Muskeln und den Knochen ansprechen (oder jedenfalls nur sehr geringfügig). Durch Stacken kann man die anabole Wirkung von SARMs aber verbessern. Außerdem lassen sich dadurch auch manche unerwünschten SARMs-Eigenheiten ausmerzen. So ist das SARM RAD-140 z. B. dafür bekannt, dass es die Gelenke austrocknet und dadurch Gelenkprobleme verursachen kann. In Kombination mit MK-677 tritt dieses Phänomen aber nicht auf, weil MK-677 Wassereinlagerungen hervorruft [2]. (MK-677 ist zwar kein SARM, weswegen man in diesem Fall streng genommen nicht von einen „SARM-Stack“ sprechen kann, aber sei’s drum.)
Die besten Kombinationen
Nachfolgend stellen wir die sinnvollsten SARM-Kombinationen vor – also die, die sich in der Fitness-Szene etabliert haben und für die es gute Argumente gibt. Das Spektrum reicht dabei vom milden Einsteiger-Stack bis hin zum Herkules-Stack für maximale Ergebnisse. Jede Kombi wird kurz erläutert und enthält außerdem Variationsvorschläge.
Top-Stack 1: Ostarine + Cardarine – der ideale Einsteiger-Stack
Wer noch nicht viel Erfahrung mit SARMs hat und die Nebenwirkungen so gering wie möglich halten will, ist mit einem Ostarine-Stack am besten bedient. Ostarine gilt nämlich neben ACP-105 als das mildeste SARM: Es hat nur einen sehr geringen testosteronsupprimierenden Effekt und tangiert die Prostata kaum [3]. Seine anabole Wirkung ist im Vergleich zu anderen SARMs wie etwa Ligandrol überschaubar, dafür hat Ostarine aber einen positiven Einfluss auf den Fettstoffwechsel.
In Kombination mit Cardarine (GW-501516) verstärkt sich dieser Einfluss noch, denn Cardarine ist ein sehr effektives „Fatburner-Mittel“. Es zählt nicht zu den SARMs, sondern zu den PPAR-Delta-Agonisten. Deshalb hat es auch überhaupt keine androgenen Nebenwirkungen. Mit dem Top-Stack 1 kann man innerhalb von 6 Wochen ohne großes Gesundheitsrisiko 1–2 kg Muskelmasse aufbauen und gleichzeitig deutlich „leaner“ werden. Er gilt als bester SARM-Stack für Anfänger.
Hinweis: Die folgenden Angaben stammen aus Erfahrungsberichten und ersetzen keine medizinische Beratung.
| Wirkstoff | Dosierung (täglich) |
|---|---|
| Ostarine | 10–15 mg |
| Cardarine | 10–15 mg |
Wer es noch sanfter haben möchte, kann Ostarine durch ACP-105 ersetzen. Und wer mehr Härte ins Spiel bringen will, fügt S4 (Andarine) hinzu. Damit wird der Stack noch anaboler (aber auch nebenwirkungsreicher).
Top-Stack 2: Andarine (S4) + Cardarine + Stenabolic (SR9009) – der perfekte Cutting-Stack
Hinweis: Die folgenden Angaben stammen aus Erfahrungsberichten und ersetzen keine medizinische Beratung.
| Wirkstoff | Dosierung (täglich) |
|---|---|
| S4 (Andarine) | 25–50 mg |
| GW-501516 (Cardarine) | 10–20 mg |
| SR9009 (Stenabolic) | 20–30 mg, verteilt auf 2–3 Gaben (kurze Halbwertszeit). Dabei ist zu beachten, dass SR9009 den Schlaf-Wach-Rhythmus stört und Einschlafschwierigkeiten hervorruft, wenn man die letzte Gabe auf eine allzu späte Tageszeit verlegt. |
Top-Stack 3: LGD-3033 + Ostarine + Cardarine – der beste Recomp-Stack
Wenn es um Recomposition geht – also darum, einerseits die Muskelmasse zu vergrößern und andererseits Körperfett abzuschmelzen –, ist ein Stack mit LGD-3033 ideal. LGD-3033 ist nicht mit LGD-4033 alias Ligandrol zu verwechseln: Die beiden SARMs haben unterschiedliche Wirkprofile! Während Ligandrol sehr stark anabol ist, aber einen etwas glatten Look erzeugt (siehe Top-Stack 4), ist LGD-3033 ein SARM für den „Trockenaufbau“. Man kann damit solide, knallharte Muskelmasse aufbauen, genauso wie mit Ostarine. LGD-3033 und Ostarine haben zudem einen stimulierenden Effekt auf den Fettstoffwechsel. Im Vergleich zu Ostarine ist LGD-3033 da sogar noch effektiver, dafür unterdrückt LGD-3033 die endogene Testosteronproduktion aber auch stärker.
Zudem ist LGD-3033 bisher offiziell nur an Nagetieren getestet worden – Humanstudien liegen noch nicht vor [5]. Von diesem Schönheitsfehler einmal abgesehen, ist ein Stack aus LGD-3033, Ostarine und Cardarine hervorragend dazu geeignet, den Körper zu transformieren. Das Resultat einer 6-wöchigen Anwendung ist mit dem Ergebnis einer mild dosierten Methenolon-Kur (Methenolon = Primobolan) vergleichbar.
Hinweis: Die folgenden Angaben stammen aus Erfahrungsberichten und ersetzen keine medizinische Beratung.
| Wirkstoff | Dosierung (täglich) |
|---|---|
| LGD-3033 | 10–15 mg, verteilt auf 2–3 Gaben (Halbwertszeit ca. 6 Stunden) |
| Ostarine | 10 mg |
| Cardarine | 10–15 mg |
Wer noch mehr Härte möchte, kann Ostarine durch das leicht entwässernde SARM Andarine (S4) ersetzen.
Top-Stack 4: Ligandrol (LGD-4033) + MK-677 – der klassische Masse-Stack
Für Leute, die Masseaufbau mit SARMs betreiben wollen, kommt eigentlich nur ein LGD-4033-Stack in Frage, denn Ligandrol (LGD-4033) ist eines der besten SARMs für Muskelaufbau (wahrscheinlich sogar das beste überhaupt). Es hat eine sehr starke Bindungsaffinität zum Androgenrezeptor und erzeugt schon in Dosen ab 1 mg täglich einen deutlichen Zuwachs an fettfreier Masse [6].
Dazu passt sehr gut MK-677 (Ibutamoren), weil dieses Mittel die Wachstumshormonausschüttung anregt und den IGF-1-Spiegel ansteigen lässt. Zudem wirkt MK-677 appetitanregend – da fällt eine masseaufbauorientierte Ernährung leicht!
Allerdings muss man bei diesem Stack eine etwas weniger detaillierte Optik in Kauf nehmen, weil sowohl Ligandrol als auch MK-677 leichte Wassereinlagerungen verursachen. Nach dem Absetzen lösen sich diese aber in Wohlgefallen auf. Übrig bleibt dann nur solide Muskelmasse. Eine PCT ist jedoch ratsam. (Ligandrol ist suppressiver als S4 oder Ostarine.)
Hinweis: Die folgenden Angaben stammen aus Erfahrungsberichten und ersetzen keine medizinische Beratung.
| Wirkstoff | Dosierung (täglich) |
|---|---|
| LGD-4033 (Ligandrol) | 5 mg (oder 10 mg alle 36 Stunden) |
| MK-677 | 15–25 mg |
Für Anwender, die Wassereinlagerungen möglichst vermeiden wollen, empfiehlt es sich, LGD-4033 durch LGD-3033 zu ersetzen. Der Massezuwachs geht dann zwar etwas weniger rasant vonstatten, dafür bleibt der Look aber ziemlich sauber.
Top-Stack 5: RAD-140 + YK-11 + MK-677 – der ultimative Herkules-Stack
Soll beinhart „geballert“ werden – mit dem Ziel, innerhalb kurzer Zeit so gut wie möglich an Masse und Kraft zuzulegen, und zwar bei guter Form? Dann ist ein RAD-140-Stack angezeigt! RAD-140 (Testolone) gilt als beste „Lean-Gains-SARM“, abgesehen von dem experimentellen S-23. Es ist von seiner anabolen Wirkung her mit Testosteron Propionat vergleichbar, bindet sich aber noch stärker an den Androgenrezeptor als Testosteron und DHT [7]. YK-11 bringt dazu noch eine weitere anabole Komponente ins Spiel: die Hemmung von Myostatin. (Dieses Protein bremst den Muskelaufbau physiologisch ein.) Ergänzen kann man das dann noch durch MK-677 (Ibutamoren) um den Wachstumshormonspiegel und den IGF-1-Spiegel anzuheben.
Eine Kombination aus diesen drei Mitteln ist so ziemlich das stärkste, was man im SARM-Bereich fahren kann. Der Stack ist für bis zu 6 kg Muskelmasse in einem Zeitraum von sechs Wochen gut, und zwar ohne Fettzunahme und ohne Wasser. Die wassereinlagernde Wirkung von Ibutamoren fällt hier nicht ins Gewicht, weil RAD-140 dafür bekannt ist, den Körper „trocken“ zu machen.
Kleiner Wermutstropfen: RAD-140 ist ziemlich stark suppressiv, ebenso wie YK-11. Eine PCT ist im Anschluss nach diesem Stack also unbedingt zu empfehlen.
Hinweis: Die folgenden Angaben stammen aus Erfahrungsberichten und ersetzen keine medizinische Beratung.
| Wirkstoff | Dosierung (täglich) |
|---|---|
| RAD-140 | 5–10 mg jeden 2. Tag (Halbwertszeit ca. 45 Stunden) |
| YK-11 | 5–10 mg (bei 10 mg aufgeteilt auf zwei 5-mg-Gaben, eine morgens und eine abends) |
| MK-677 | 15–25 mg/Tag |
Wer noch schneller aufbauen will und in Bezug auf Nebenwirkungen hart im Nehmen ist, kann RAD-140 durch das noch wirkungsstärkere S-23 ersetzen. Die „Achse“ geht dann aber noch rascher in die Knie.
Wer es stattdessen ruhiger angehen lassen will, lässt das YK-11 weg. Ein Zweier-Stack aus RAD-140 und MK-677 sorgt immer noch für rasante Gains, plättet die Testosteronproduktion aber nicht so schnell und nachhaltig wie eine Kombination aus RAD-140, MK-677 und YK-11.
SARM-Stacks als Fertigpräparate
Die Stacks, die wir hier vorgestellt haben, muss man sich aus den jeweils genannten Einzelkomponenten selbst zusammenstellen. Es gibt aber auch herstellerseitig konzipierte SARM-Stacks. Auf den ersten Blick sind diese Kapselpräparate, die in jeder einzelnen Kapsel mehrere Wirkstoffe enthalten verlockend: Man spart Geld, weil die Kombipräparate günstiger sind als die Einzel-SARMs. Außerdem muss man auch nicht mehrere verschiedene Kapseln schlucken. Aber Vorsicht: Viele Hersteller konzipieren ihre Stacks ohne Rücksicht auf die z. T. sehr unterschiedlichen Halbwertszeiten der Komponenten! Speziell dann, wenn RAD-140 mit von der Partie ist, muss man aufpassen. Dieses SARM hat nämlich eine extrem lange Halbwertszeit. Ein Stack-Präparat wie der Hammer Labz Power Mass Stack mit 25 mg Ostarine, 10 mg Ligandrol und 10 mg RAD-140 ist vor diesem Hintergrund ein Dosis-Hammer, denn laut Packungsaufschrift soll täglich eine Kapsel genommen werden. Da RAD-140 aber mindestens zwei Tage im Körper aktiv ist, kumuliert sich die Dosis dadurch. Spätestens nach einer Woche hat man dann über 40 mg im System. Da sind heftige Nebenwirkungen vorprogrammiert. Wer wirklich den besten SARM-Stack für Definition oder den besten SARM-Stack für Masse fahren will, sollte besser auf die Kombination von Einzelsubstanzen setzen. In Online-Shops wie GETBOOST3D.com gibt’s genügend Auswahl an Produkten.
Quellen
- ↑ Z. J. Solomon (2018): “Selective Androgen Receptor Modulators (SARMs) – Current Knowledge and Clinical Applications” (https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6326857/)
- ↑ R. Nass et al. (2008): “Effects of an oral ghrelin mimetic on body composition and clinical outcomes in healthy older adults: a randomized trial” (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18981485/)
- ↑ en.wikipedia.org (2025): Enobosarm (https://en.wikipedia.org/wiki/Enobosarm)
- ↑ W. Gao et al. (2007): “Selective Androgen Receptor Modulator Treatment Improves Muscle Strength and Body Composition and Prevents Bone Loss in Orchidectomized Rats” (https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2039881/)
- ↑ en.wikipedia.org (2025): LGD-3033 (https://en.wikipedia.org/wiki/LGD-3303)
- ↑ gannikus.de (2019): LGD-4033: Das SARM, das man auch schlicht „Anabolicum“ nennt! (https://www.gannikus.de/medizin/das-sarm-dass-man-auch-anabolicum-nennt/)
- ↑ C. P. Miller et al. (2010): “Design, Synthesis, and Preclinical Characterization of the Selective Androgen Receptor Modulator (SARM) RAD140” (https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4018048/)

